FAQ zu Biomethan
1. Was ist Biomethan?
Biomethan ist aufbereitetes Biogas, dass z.B. aus Gülle, Reststoffen oder Bioabfällen hergestellt wird. Nach der Aufbereitung ist es chemisch identisch mit Erdgas, kann also in dieselben Netze und dieselben Heizungen eingespeist werden. Biomethan wird regional hergestellt und stärkt somit die heimische Wirtschaft sowie die Unabhängigkeit von Energieimporten.
2. Warum ist Biomethan für Gebäude so interessant?
Für Gebäude spielt Biomethan seine Stärke dort aus, wo die Wärmepumpe an Grenzen stößt – etwa im unsanierten Altbau oder in Mehrfamilienhäusern mit hohen Vorlauftemperaturen. Hier erlaubt es, die bestehende Gasheizung weiter zu nutzen und trotzdem die CO₂‑Bilanz deutlich zu verbessern. Für Eigentümerinnen und Eigentümer heißt das: kein kompletter Umbau der Haustechnik, keine Großbaustelle im ganzen Haus, sondern eine schrittweise Dekarbonisierung über den Brennstoffpfad. Gerade im Übergang kann Biomethan so Zeit verschaffen, ohne beim Klimaschutz auf der Stelle zu treten.
3. Wird es genug Biomethan geben – und was bedeutet das für die Preise?
Heute ist Biomethan aufgrund seines Mehrpreises zu herkömmlichem Gas noch ein Nischenprodukt und nur dort im Einsatz, wo die CO2-Einsparung vergütet wird. Doch die verfügbaren Mengen können deutlich wachsen, wenn politische Leitplanken wie die Grüngasquote stehen und Investitionen in neue Anlagen verlässlich geplant werden können. In der Anfangsphase zeigen internationale Erfahrungen, sind die Mehrkosten von Biomethan proportional dem Erneuerbaren Anteil, d.h. 10 Prozent Biomethan entspricht ca. 10 Prozent Mehrpreis bspw. bei der Biotreppe. Langfristig sorgen mehr Angebot, mehr Wettbewerb und ein stabiler Markt über die Grüngasquote dafür, Biomethan zu einem relevanten Baustein der Wärmewende zu machen und die Kosten solidarisch auf alle Gaskunden zu verteilen.












